Bist du für die aufregende Reise in die Vaterschaft gewappnet?
Leider ist die Schwangerschaftsvorsorge für Männer ein Thema, das im Gesundheitswesen und in der medizinischen Forschung oft übersehen wird.
Trotz zahlreicher Studien, die den Einfluss des Lebensstils auf die männliche Fruchtbarkeit untersuchen, und trotz verfügbarer diagnostischer Tests gibt es einen eklatanten Mangel an wichtigen Gesundheitsuntersuchungen, denen sich Männer unterziehen sollten, bevor sie sich der Elternschaft zuwenden.
Erfahre mit uns, welche wichtigen Gesundheitschecks jeder Mann vor der Gründung einer Familie durchführen sollte.
Infektionsscreening
Wenn es um die Gesundheit vor der Empfängnis geht, ist die Untersuchung auf Infektionen entscheidend. Unterteilen wir dies in zwei kritische Bereiche: Hepatitis-Viren und sexuell übertragbare Infektionen (STIs).
Hepatitis-Virus
Studien haben ergeben, dass die Viren Hepatitis B1 und C2 von einem Elternteil auf das Kind übertragen werden können, wenn der Vater mit der Krankheit infiziert ist. Angesichts der höheren Prävalenz unter Männern ist es wichtig, dass du dich testen lässt und frei von dieser Infektion bist, bevor du eine Schwangerschaft planst. Eine Hepatitis-Behandlung vor der Empfängnis verringert das Risiko, die Infektion auf dein Kind zu übertragen, erheblich. Bei Vätern, die eine Hepatitis-Behandlung erhalten, liegt die Übertragungsrate bei nur 3,5 %, verglichen mit 12 % bei unbehandelten Vätern .
Sexuell übertragbare Infektionen
Bevor du Vater wirst, solltest du dich unbedingt auf STIs testen lassen.
Während sich die Studien hauptsächlich auf die Übertragung von der Mutter auf das Kind konzentrieren, betonen neue Forschungsergebnisse die Möglichkeit einer Übertragung von Vater zu Kind durch infiziertes Sperma und unterstreichen die Notwendigkeit einer antiviralen Therapie, um eine Fehlgeburt während einer natürlichen Schwangerschaft zu verhindern.
Studien haben gezeigt, dass Viren wie HIV, HCMV, HSV und HPV, welche sexuell übertragbare Infektionen verursachen, das Sperma infizieren können. Dies kann wiederum zu Komplikationen beim Nachwuchs führen. STIs bei Säuglingen kann zu niedrigem Geburtsgewicht, Lungenentzündung, Infektionen der Blutbahn, Hirnschäden und sogar Totgeburten führen.