Bewusst schmerzfrei(er): Alternative Wege, deinen Zyklus zu begleiten

Beschnittene Aufnahme einer Frau, die zu Hause auf dem Sofa eine Wärmflasche gegen den Bauch hält
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Viele von uns kennen sie nur zu gut, die Tage im Monat, an denen unser Körper uns deutlich spüren lässt, was gerade in ihm passiert. Krampfartige Unterleibsschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung, ... die Liste ist lang und individuell verschieden. Menstruationsbeschwerden sind für viele Frauen ein regelmäßiger Begleiter. Mal leise und erträglich, mal so stark, dass sie den Alltag erheblich beeinträchtigen.

In diesem Artikel möchten wir dir zeigen, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, deine individuellen Beschwerden zu lindern. Ganz ohne Medikamente aus der NSAR-Gruppe wie Ibuprofen oder Diclofenac, deren potenzielle Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit wir bereits in früheren Artikeln für dich thematisiert haben. Auch wenn NSAR-Wirkstoffe vor allem bei dauerhafter Einnahme oder rund um den Eisprung kritisch sein könnten, lohnt sich ein Blick auf alternative Wege auch während anderer Zyklusphasen. 

Unser Körper ist ein sensibles System, das sich über jede Form von natürlicher Unterstützung freut. Ob du Schmerzen vorbeugen, sie auf natürliche Weise lindern oder einfach mehr im Einklang mit deinem Zyklus leben möchtest, wir zeigen dir im Folgenden verschiedene Möglichkeiten, wie du gut für dich sorgen kannst:

  • Medikamentöse Alternativen zu NSAR-Wirkstoffen
  • Pflanzliche & natürliche Mittel
  • Nahrungsergänzende Unterstützung
  • Körpertherapie & physische Anwendungen

Dabei möchten wir darauf hinweisen, dass die genannten Methoden keine Garantie auf vollständige Wirkung bieten. Jeder Körper reagiert anders, und jede muss ihren eigenen besten Weg finden. Wir geben hier keine direkten Empfehlungen, sondern stellen eine Sammlung möglicher Ansätze vor, basierend auf zahlreichen Studien. Gerade bei pflanzlichen oder traditionellen Verfahren ist die Studienlage oft noch begrenzt, und es ist schwierig, die Wirkung klar von anderen Einflussfaktoren abzugrenzen. Trotzdem haben wir unser Bestes gegeben, um dir sorgfältig recherchierte Informationen zu liefern.

Bevor wir loslegen, lass uns einen kurzen Blick in den Körper werfen, um zu verstehen, woher die Beschwerden eigentlich kommen. Ein besseres Verständnis der Abläufe in deinem Körper ist ein wichtiger Schritt, um den eigenen Zyklus bewusster zu begleiten und passende Wege zur Linderung zu finden.

Was steckt hinter PMS und Menstruationsschmerzen?

Menstruationsbeschwerden, ob als Teil prämenstrueller Syndrome (PMS) oder während der Periode selbst (Dysmenorrhoe), entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener körperlicher und hormoneller Veränderungen.

In der zweiten Zyklushälfte, der sogenannten Lutealphase, verändern sich unter anderem die Spiegel der Hormone Progesteron und Östrogen. Diese Umstellungen können zum Beispiel zu Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen oder Brustspannen führen. Dabei werden PMS, ebenso wie die stärker ausgeprägte Form PMDD (Prämenstruelle Dysphorische Störung), nicht einfach als Folge hormoneller Schwankungen verstanden, sondern als Ergebnis einer vielschichtigen Dynamik hormoneller, neurologischer und psychologischer Prozesse. Neuere Studien, darunter eine aus dem Jahr 2024, deuten darauf hin, dass eine gestörte Anpassung des Gehirns an diese hormonellen Veränderungen eine zentrale Rolle spielt.

Auch die Vorgänge während der Menstruationsphase sind komplex. Zum Beispiel löst der Botenstoff Prostaglandin Kontraktionen der Gebärmutter aus, die dabei helfen, die Schleimhaut auszuscheiden, wenn keine Eizelle eingenistet wurde. Diese Muskelbewegungen können jedoch auch schmerzhafte Krämpfe verursachen. Zusätzlich können Entzündungsprozesse und die individuelle Schmerzempfindlichkeit Einfluss auf das Ausmaß der Beschwerden nehmen.

Es wird also deutlich, dass bei diesen vielfältigen Prozessen im Körper verschiedene Ansätze zur Linderung hilfreich sein können. Genau aus diesem Grund haben wir für dich recherchiert:

Unterstützung aus der Apotheke: Medikamentöse Alternativen zu NSAR-Wirkstoffen

Bei Menstruationsbeschwerden werden häufig NSAR-Medikamente wie Ibuprofen oder Dolormin für Frauen empfohlen, da sie die Produktion von Prostaglandinen hemmen und dadurch die Muskelkrämpfe und damit verbundene Schmerzen lindern können. Schau gerne in unseren Artikel zu NSAR-Medikamenten, falls du mehr darüber wissen möchtest.

Falls du bewusst auf Wirkstoffe der NSAR-Gruppe verzichten möchtest, könnten dir diese Medikamente helfen:

  • Paracetamol (auch: Acetaminophen): 
    Auch wenn die genaue Wirkweise noch nicht vollständig geklärt ist, geht man davon aus, dass Paracetamol sich im zentralen Nervensystem entfaltet. Dort beeinflusst es Enzyme, die Schmerzempfinden und Körpertemperatur regulieren. Im Gegensatz zu NSAR hemmt es die Bildung von Prostaglandinen schwächer und selektiver, wodurch es weniger entzündungshemmend, dafür aber meist magenverträglicher ist.
    Bei Menstruationsbeschwerden kann Paracetamol helfen, indem es die Schmerzverarbeitung im Gehirn dämpft. Durch die selektivere Prostaglandin-Hemmung fällt die Wirkung auf die krampfartigen Kontraktionen der Gebärmutter geringer aus als bei NSAR, weshalb es sich eher für leichtere Beschwerden eignet. Bei stärkeren oder chronisch-entzündlichen Beschwerden, wie sie etwa bei Endometriose auftreten, ist die Wirkung häufig nicht ausreichend, sodass andere oder kombinierte Behandlungsansätze sinnvoller sein können.
     
  • Buscopan (Wirkstoff: Butylscopolamin/ Hyoscinbutylbromid):  
    Buscopan hemmt die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Acetylcholin. Dieser ist unter anderem für die Weiterleitung von Reizen verantwortlich, die Kontraktionen der glatten Muskulatur auslösen, so zum Beispiel auch in der Gebärmutter. Buscopan besetzt die Acetylcholin-Rezeptoren, ohne sie zu aktivieren, wodurch die Kontraktionen ausbleiben.
    Im Zusammenhang mit der Periode bedeutet das: Buscopan hemmt zwar nicht die Prostaglandin-Freisetzung, die ursprünglich für die Schmerzen verantwortlich ist, sondern setzt direkt an der Muskulatur an. Es entspannt die Gebärmutter, indem es die Krampfbereitschaft verringert.

Fazit: Paracetamol wirkt vermutlich vor allem auf die Schmerzwahrnehmung im zentralen Nervensystem, während Buscopan die Krämpfe direkt durch Entspannung der Gebärmuttermuskulatur lindert. Eine Kombination beider Wirkstoffe kann daher sinnvoll sein, wie auch eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte. NSAR-Wirkstoffe hingegen setzen an der Ursache an, indem sie die Ausschüttung von Prostaglandinen verringern und so die Entstehung der Krämpfe hemmen. 

Frau, Schmerzen und Magenkrämpfe auf dem Sofa zu Hause mit Periodenbeschwerden, Menstruation und Endometriose. Weibliche Person, Atmung und Bauch mit Verdauungskrise, Risiko einer Blinddarmentzündung und Magen-Darm-Symptomen
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Im Einklang mit der Natur: Pflanzliche & natürliche Mittel 

  • Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): 

Zahlreiche Studien belegen die Wirkung von Mönchspfeffer insbesondere bei PMS. Die Hauptwirkung der traditionellen Heilpflanze beruht auf dem Einfluss auf das Hormon Prolaktin. Ein erhöhter Prolaktinspiegel wird besonders in der zweiten Zyklushälfte beobachtet und steht im Zusammenhang  mit typischen PMS-Symptomen wie zum Beispiel Brustspannen . Dieser soll durch die Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers gesenkt und dadurch zyklusbedingte Beschwerden gelindert werden.
Für eine spürbare Wirkung ist Geduld gefragt, da der Trockenextrakt über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten regelmäßig eingenommen werden sollte.

Wusstest du schon? Einige Quellen, darunter auch die Universität Zürich, verweisen zudem auf eine mögliche fruchtbarkeitsfördernde Wirkung, da ein ausgeglichener Prolaktinspiegel die Eizellreifung und den Eisprung unterstützen kann.

  • Frauenmanteltee (Alchemilla vulgaris): 
    Die in der Heilpflanze enthaltenen Gerbstoffe, Flavonoide und Phenolsäuren sollen krampflösend, antioxidativ und generell regulierend wirken.

Besonders empfohlen wird die Anwendung in der zweiten Zyklushälfte, also vor Einsetzen der Periode. Frauenmanteltee ist gut verträglich und lässt sich auch mit anderen Kräutern kombinieren. Leider liegen bislang zwar nur wenige und eher kleinere Studien für die Wirkung vor, viele Frauen berichten aber von einer spürbaren Linderung ihrer Beschwerden durch die regelmäßige Einnahme.

  • Ingwer (Zingiber officinale):
    Schon seit langem wird Ingwer eine entzündungshemmende und krampflösende Wirkung zugeschrieben.  Verschiedene Meta-Analysen [AG5] deuten darauf hin, dass Ingwer Frauen bei leichten bis mäßigen Schmerzen wirksam unterstützen kann. Eine Studie aus 2005, vermutet sogar, dass Ingwer ähnlich wie NSAR-Medikamente in den Prostaglandin-Haushalt eingreifen kann.
    Ingwer kann auf unterschiedliche Weise eingenommen werden, zum Beispiel als natürlicher Ingwertee, aber auch in Form von Pulver oder Kapseln.
  • Schafgarbenkraut
    Die im Schafgarbenkraut enthaltenen Bitter- und Gerbstoffe sowie ätherischen Öle sollen entkrampfend und entzündungshemmend wirken. Die Studienlage ist zwar noch begrenzt, doch viele Frauen berichten von positiven Erfahrungen mit der Heilpflanze. Schafgarbe kann als Tee über mehrere Zyklen hinweg eingenommen werden.
  • Thymian (Öl)
    Die ätherischen Bestandteile von Thymian sollen krampflösend, durchblutungsfördernd und entzündungshemmend wirken, besonders bei äußerlicher Anwendung als Öl. Erste Studien deuten auf positive Effekte hin, auch wenn die Datenlage noch begrenzt ist. 
    Eine sanfte Bauchmassage mit verdünntem Thymianöl, z. B. in Kombination mit Lavendel oder Majoran, soll die Gebärmuttermuskulatur entspannen und so Regelschmerzen lindern. Zusätzlich kann Thymiantee innerlich angewendet werden, um Krämpfe zu entspannen und das allgemeine Wohlbefinden während der Periode zu unterstützen. 
    Wichtig: Ätherische Öle immer mit einem Trägeröl verdünnen.

Von innen gestärkt: Nahrungsergänzende Unterstützung 

  • Magnesium
    Magnesium entspannt die glatte Muskulatur, indem es unter anderem den Kalziumeinstrom in die Muskelzellen hemmt, was krampfartige Beschwerden spürbar lindern kann. Zusätzlich wirkt Magnesium beruhigend auf das Nervensystem, beeinflusst die Schmerzverarbeitung und kann auch Stimmungsschwankungen sowie Entzündungsprozesse positiv beeinflussen. Studien , zeigen, dass eine tägliche Einnahme über mehrere Zyklen hinweg auch bei Menstruationsbeschwerden wirksam sein kann, sowohl allein als auch ergänzend zu anderen Maßnahmen. So wurde beispielsweise bereits 2017 die kombinierte Wirkung von Magnesium und Calcium untersucht.
    Am besten wird Magnesium regelmäßig und über den gesamten Zyklus hinweg eingenommen, idealerweise zu den Mahlzeiten, um die Verträglichkeit zu verbessern.
  • Calcium: 

    Calcium spielt eine zentrale Rolle bei der Muskelkontraktion, Nervenleitung und Hormonregulation, Prozesse, die auch während des Zyklus besonders aktiv sind. Studien zeigen, dass eine regelmäßige Einnahme über mehrere Zyklen vor allem bei PMS-bedingten Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen und Reizbarkeit helfen kann. Auch bei krampfartigen Schmerzen gibt es Berichte von einer spürbaren Verbesserung. Wie bei vielen alternativen Ansätzen ist die Studienlage jedoch noch begrenzt.
    Die Dosierung sollte individuell abgestimmt und idealerweise mit einer medizinischen Fachperson besprochen werden.
    Tipp: Die Kombination mit Vitamin D fördert die Aufnahme und kann die Wirkung zusätzlich unterstützen.

  • Vitamin B6 (Pyridoxin):
    Vitamin B6 ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, unter anderem an der Produktion von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin, und kann einen Einfluss auf den Prolaktinspiegel haben. Auch wenn die Studienlage noch überschaubar ist, deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass eine gezielte Einnahme vor allem bei PMS-bedingten Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Müdigkeit unterstützend wirken kann. 

Empfohlen wird eine regelmäßige Einnahme über mehrere Zyklen hinweg. Die genaue Dosierung sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt abgestimmt werden, da eine dauerhaft zu hohe Zufuhr Nebenwirkungen, insbesondere auf das Nervensystem, haben kann.

Natürlich gibt es noch viele weitere Nahrungsergänzungsmittel, die sich generell positiv auf den Körper und dadurch auf den Zyklus auswirken können. Häufig im Zusammenhang mit Menstruationsbeschwerden genannt werden beispielsweise Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E. Sie gelten als unterstützend für das Immunsystem und sollen antioxidativ sowie entzündungshemmend wirken. Auch Kombinationspräparate mit verschiedenen Mikronährstoffen und Mineralien sind weit verbreitet. Wichtig ist dabei, die eigene Ernährung kritisch zu hinterfragen und mögliche Mängel am besten gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt abzuklären. 

Tipp: In unserem Artikel zur mediterranen Ernährung findest du viele der genannten Nährstoffe in einer natürlichen, ausgewogenen Form wieder. Ein zusätzlicher Vorteil: Eine gesunde Ernährung kann auch deine Fruchtbarkeit positiv beeinflussen.

  • CBD-Produkte: 
    Cannabidiol (CBD), ein nicht psychoaktiver Bestandteil der Hanfpflanze, wird zunehmend als natürliche Unterstützung bei Menstruationsbeschwerden diskutiert. Die Studienlage speziell zu CBD bei Regelschmerzen ist jedoch noch begrenzt, sodass der Einsatz bisher vor allem auf Erfahrungswerten und ersten kleineren Studien basiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass CBD schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend wirken kann, insbesondere über seine Einflüsse auf das körpereigene Endocannabinoid-System. Viele Anwenderinnen berichten von einer ganzheitlichen Linderung, sowohl bei krampfartigen Schmerzen als auch bei PMS-bedingter Unruhe oder Stimmungsschwankungen.
    CBD kann in Form von Öl, Kapseln oder auch äußerlich als Creme angewendet werden. Wichtig: Bei der Einnahme sollte auf Qualität, Reinheit und den gesetzlich zugelassenen THC-Gehalt geachtet werden.
     

In deinem Körper zuhause: Körpertherapie & physische Anwendungen 

  • Kinesiotape
    Das elastische Baumwollband wird gezielt auf den Unterbauch oder den unteren Rücken geklebt und soll dort durch leichte Zugreize die Muskulatur entspannen, die Durchblutung fördern und die Schmerzwahrnehmung beeinflussen.

Die Studienlage ist noch begrenzt, zeigt aber vielversprechende Ergebnisse für die Linderung von Menstruationsschmerzen, insbesondere bei der Anwendung auf dem Unterbauch.
Wichtig: Die richtige Klebetechnik spielt eine große Rolle. Im Zweifel hilft eine Anleitung durch medizinisches Fachpersonal oder eine zertifizierte Anleitung.

  • TCM, Akupunktur & Akupressur
    Akupunktur und Akupressur beruhen auf der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und zielen darauf ab, den Energiefluss (Qi) im Körper ganzheitlich zu harmonisieren. Die Studienlage zu beiden Methoden ist zwar begrenzt, dennoch gibt es einige Ergebnisse, die auf positive Effekte hindeuten.

    Bei der Akupunktur werden feine Nadeln gezielt in bestimmte Punkte entlang der Meridiane gesetzt, wodurch krampflösende, durchblutungsfördernde und schmerzlindernde Effekte ausgelöst werden sollen.

    Auch bei der Akupressur wird Druck auf bestimmte Punkte ausgeübt, allerdings ohne Nadeln. Der Punkt SP6 (Sanyinjiao), oberhalb des inneren Fußknöchels, soll Schmerzen bei Menstruationsschmerzen lindern, vor allem wenn es über einen längeren Zeitraum ausgeführt wird. Eine Meta-Studie aus dem Jahr 2016 betont vor allem die Bedeutung einer korrekten Ausführung sowie einer guten Einführung in die Technik.

    Neben Akupunktur und Akupressur enthält die TCM weitere Ansätze zur Linderung von Regelschmerzen und zyklusbedingten Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel Kräutermischungen, Wärmebehandlungen (Moxibustion), bestimmte Ernährungsformen oder Bewegungstechniken wie Qi Gong oder Tai Chi. Viele dieser Methoden haben eine lange Tradition und werden individuell angepasst, um den Zyklus ganzheitlich zu unterstützen.
     
  • TENS
    Bei der TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) Behandlung werden über kleine Elektroden auf der Haut schwache elektrische Impulse abgegeben, die die Schmerzweiterleitung hemmen und die Ausschüttung körpereigener Endorphine fördern sollen. Viele Anwenderinnen berichten, vor allem bei richtiger Platzierung der Elektroden im unteren Rücken oder Unterbauch, von positiven Effekten. Wie bei vielen alternativen Methoden ist die Studienlage zur Wirksamkeit bisher noch begrenzt, dennoch sprechen einige Berichte für eine schmerzlindernde Wirkung.
  • Bewegung & Yoga
    Periodenyoga soll Menstruationsbeschwerden auf natürliche Weise lindern. Durch sanfte Dehnungen, Atemübungen und Entspannung soll es Verspannungen lösen, die Durchblutung fördern, Stress reduzieren und so Schmerzen verringern. Studien zeigen erste Hinweise, dass Yoga bei Regelschmerzen helfen kann, auch wenn größere Forschungsergebnisse auch hier noch fehlen. Vor allem die regelmäßige Praxis könnte helfen, Schmerzen zu reduzieren, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern und so deinen Zyklus fortlaufend zu unterstützen.
  • Wärmeanwendungen:
    Wärme entspannt die Muskulatur der Gebärmutter, fördert die Durchblutung und kann so krampfartige Schmerzen spürbar reduzieren. Eindeutige Forschungsergebnisse sind nur begrenzt verfügbar, aber einige Studien zeigen, dass sich Wärmeanwendungen, etwa in Form von Wärmepflastern, Infrarot oder Wärmflaschen bei regelmäßiger Anwendung über mehrere Stunden hinweg als hilfreich erweisen können. Auch die Kombination von Wärme mit anderen Maßnahmen kann die Wirkung noch verstärken.

Fazit: Dein Weg zu mehr Wohlbefinden

Menstruationsbeschwerden sind so individuell wie wir selbst und leider gibt es nicht den einen Weg zur Linderung. Ob pflanzliche Mittel, körperliche Anwendungen oder Medikamente, jede der vorgestellten Methoden kann für dich der richtige Weg sein, um deine Schmerzen zu reduzieren und dein Wohlbefinden zu steigern. Wichtig ist, dass du aufmerksam auf deinen Körper hörst und verschiedene Ansätze ausprobierst, um deinen persönlichen Weg zu finden. Mit Geduld und Achtsamkeit kannst du deinen Zyklus bewusster begleiten und dir eine schmerzfreiere Zeit ermöglichen.

Wir wünschen dir, dass du eine passende Lösung für dich findest!