Großartige Neuerungen im Mutterschutzgesetz

zwei Hände die eine rosa-blaue Schleife, welche Symbolisch für eine Fehlgeburt steht, halten
iStock/CreativeDesignArt

Wenn Paare sich ein Kind wünschen, müssen sich diese leider nicht selten auch mit dem Thema Fehlgeburt auseinandersetzen. 

Tatsächlich erleiden in jeder Minute 44 Frauen weltweit eine Fehlgeburt. (Zum Thema Fehlgeburten haben wir hier einen gesonderten Artikel  Häufige Fragen zum Thema Fehlgeburt | fertilitips.de)

Das eine Fehlgeburt körperlich, aber auch psychisch sehr belastend, ja oftmals sogar traumatisch sein kann, müssen wir an dieser Stelle vermutlich nicht erwähnen. 

Das Mutterschutzgesetz (§ 1 MuSchG - Einzelnorm) berücksichtigte diese Tatsache bisher leider nicht. Bisher!

Aktuell steht Frauen nach einer Fehlgeburt, also einer Geburt bei der das Baby keine Lebensmerkmale gezeigt hat, bei einem Körpergewicht von weniger als 500 Gramm, und bei einer Geburt, die vor der 24. Schwangerschaftswoche erfolgte, kein Mutterschutz zu. 

Das bedeutet de facto, dass betroffene Frauen die den Verlust eines Babys zu beklagen und betrauern hatten, gesetzlich keinerlei Schutz bezüglich ihrer Körperlichen und Seelischen Verfassung erfahren haben. Grundsätzlich sollten Betroffene also direkt im Anschluss an ein derart einschneidendes Erlebnis wieder am Arbeitsleben teilnehmen. 

Frau die sich entspannt und tröstend mit vor der Brust gekreuzten Armen selbst hält.
iStock/shurkin_son

Aber es gibt sehr gute Neuigkeiten! 

Aufgrund einer Initiative und einer dazugehörigen Petition von Natascha Sagorski (Gestaffelter Mutterschutz nach Fehlgeburten - Online-Petition ) die sich glücklicherweise diesem Thema angenommen hat, soll es einen gestaffelten Mutterschutz bei Fehlgeburten ggf. schon ab der 13. Schwangerschaftswoche geben.

Und tatsächlich wird diese Neuerung sogar noch vor der Bundestagswahl 2025, vermutlich schon im Januar, verabschiedet werden. 

So bekommen berufstätige Frauen endlich auch gesetzlich die Zeit und den Raum sich von diesem sehr belastenden, oftmals sogar traumatischen Ereignis, psychisch und physisch erholen zu können.  

Wir von fertilitips möchten der lieben Natascha Sagorski von Herzen für ihren Einsatz danken und freuen uns sehr über die zukünftige Entlastung betroffener Frauen!