Wenn der Kinderwunsch auf sich warten lässt, denken viele schnell an Nahrungsergänzungsmittel. Diese können durchaus sinnvoll sein (Tipps findest du hier: für Frauen und für Männer).
Aber: Viele dieser wichtigen Nährstoffe lassen sich auch auf natürliche Weise über die Ernährung aufnehmen. Ganz ohne Kapseln und Pulver, entlastet das nicht nur den Geldbeutel, sondern kann auch langfristig zu einem bewussteren und gesünderen Lebensstil beitragen.
Ein Ernährungskonzept, das dabei immer wieder in den Fokus rückt, ist die mediterrane Diät. Sie ist nicht nur lecker und alltagstauglich, sondern könnte auch deine Fruchtbarkeit positiv beeinflussen.
Wir haben deshalb recherchiert und für dich folgende Fragen beantwortet:
- Was genau ist die mediterrane Diät und wo kommt sie her?
- Was gehört auf den Speiseplan und was eher nicht?
- Wie kann mediterrane Ernährung dich beim Kinderwunsch unterstützen?
- Wie gelingt dir der Einstieg am besten? 10 alltagstaugliche Tipps.
Was genau ist die mediterrane Diät und wo kommt sie her?
Die mediterrane Ernährung ist kein strenger Diätplan, sondern eine natürliche, ausgewogene Ernährungsweise, die sich an den jahrhundertealten Traditionen der Mittelmeerländer wie Griechenland, Italien, Spanien oder der Türkei orientiert.
Sie zeichnet sich durch einen hohen Anteil pflanzenbasierter, ballaststoffreicher Lebensmittel, gesunder Fette und durch einen gemeinschaftlichen Umgang mit dem Thema Essen aus.
Bekannt wurde die Ernährungsform bereits ab den 1950er Jahren durch den amerikanischen Forscher Ancel Keys, der in seiner „Seven Countries Study“ einen starken Zusammenhang zwischen Ernährung und Herz-Kreislauf-Gesundheit feststellte. Seitdem wurde die mediterrane Diät intensiv erforscht und 2013 sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Was gehört auf den Speiseplan und was eher nicht?
Die westliche Ernährung ist geprägt von stark verarbeiteten Lebensmitteln, einem hohen Konsum an Fleisch und Milchprodukten sowie großen Mengen an Zucker, Weißmehl, gesättigten Fetten und Salz. Im Gegensatz dazu setzt die mediterrane Diät bewusst andere Akzente: Statt Fertigprodukten und raffinierten Kohlenhydraten stehen frische, nährstoffreiche Zutaten im Mittelpunkt.
Auf den Teller kommt vor allem:
- Reichlich Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte
- Nüsse, Samen und hochwertiges Olivenöl als gesunde Fettquellen
- Regelmäßig (fettreichen) Fisch und dafür nur wenig, mageres Fleisch (z.B. Geflügel)
- Gelegentlich Eier und fettarme, fermentierte Milchprodukte
- Vollkornprodukte statt Weißmehl
- Kräuter statt Salz
Der Fokus liegt also auf ballaststoffreichen Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte. Diese fördern nicht nur das Sättigungsgefühl, sondern auch antientzündliche Prozesse, die deinen Körper ganzheitlich unterstützen können.
Wie kann mediterrane Ernährung dich beim Kinderwunsch unterstützen?
Zahlreiche Studien zeigen: Eine mediterran geprägte Ernährung kann die Gesundheit deutlich verbessern. Sie trägt zur Senkung des Blutdrucks, besseren Insulinwerten und weniger Entzündungen im Körper bei, wodurch beispielsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Schlaganfälle sinkt und ein gesundes Altern gefördert wird. Nicht zuletzt gilt sie als „Goldstandard“ für die Gesundheit.
Aber auch beim Kinderwunsch kann die „Med-Diät“ eine unterstützende Rolle spielen und das sowohl für Frauen als auch für Männer. Auch bei assistierten Reproduktionstechniken wird beobachtet, dass Frauen, die sich mediterran ernähren, mitunter höhere Chancen auf die Erfüllung des Kinderwunsches haben.
Warum ist das so? Ein Blick auf die Nährstoffe
In der mediterranen Kost stecken viele der Nährstoffe, die wir dir schon in unseren Artikel zu den Nahrungsergänzungsmitteln für Frauen und Männer vorgestellt haben: